Es fliegen die Füchse oder
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Sonntag morgen um 8.00 Uhr in Deutschland wird Knoppers gegessen, echte Schweizer Polyathleten treffen sich zu dieser Zeit um ein richtiges Abenteuer zu erleben. So geschehen am 17. August! Die Autos vollbepackt mit Fressalien, Brennholz, Getränken, Klamotten, Überlebenstools und knallharten PolyathletInnen, machten wir ein Fährtchen nach Engelberg bis zur Fürigenalp-Bahn. Die Fürigeralp ist, wie wir erfuhren bekannt für Base Jumping. Allerdings überlebte von den bisherigen 5 Springern nur gerade einer. Schade, wäre ein guter Anlass für unser Sommerprogramm 2004 gewesen, aber ist zu gefährlich. Wir hatten noch kurz Zeit uns umzuziehen, die Blasen zu leeren und wieder zu füllen, da kam auch schon der Outventure-Bus mit unseren Scouts Chregu und Brünu, zwei echten Eingeborenen, wie anhand ihres Dialektes unschwer festzustellen war. Sie deckten uns ein mit beengenden Gstältli’s, Helmen, Ösen, Rollen, Karabinerhaken und erklärten uns den Flying Fox. Es handle sich um einen Abenteuerparcours, welcher viel Spass mache. Das reichte schon um Websty und ihre Jesus-Sandalen doch noch zum Mitmachen zu bewegen. So nahmen wir den Parcours zu neunt in Angriff: Websty, Tsching, Schueni, Nadine, Corinne O., Remo, Simon, Phillipp und Wörl, begleitet von Martä „The Sandwich“ Oeschger, welcher unfallbedingt nur die Rolle des Fotografen, Betreuers und Mutzusprechers wahrnehmen konnte. |
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Etappe 1: DIE TEUFELSBRÜCKE Was
erst aussah wie ein lockerer Spaziergang über die wilde Aa, entpuppte
sich als Kraftakt und Höllentrip. Teilweise in der Horizontalen kämpften
wir uns meterweise vor. Zu allem Überfluss wurden auch die Tritte
immer rarer. Die ersten Schweissperlen tropften, aber Gott sei Dank, wir
waren gesichert. |
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Etappe 2: JUMP’n’ROLL Die
nächste Wildbach-Überquerung war schon rasanter. Der Scout schenkte
Phillipp sein ganzes Vertrauen (Ausgerechnet!) und beförderte ihn
zum Ersatz-Scout und weg war er! Phillipp erklärte aber genau was
zu tun ist: Rolle einhängen, Karabiner drum und mit Schmackes in
die Tiefe. Rasant rollten wir 007like Richtung anderes Ufer, wo wir souverän
auf einem Holzstrunk landeten bzw. aufgefangen wurden. |
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Etappe 3: CRASH TEST !!! Weils
so schön war, durften wir nochmals auf Rollen über die Aa gliden.
Das Drahtseil war noch steiler, die Fahrt deswegen einiges schneller.
Diesmal verlief die Bremserei aber ziemlich spaktakulärer, wenn überhaupt
von Bremsen die Rede sein kann. Ungebremst rasten wir dahin, am Scout
vorbei Richtung Eiche. Ja, da stand ein Riesenbaum im Weg. Im letzten
Moment wurden wir vollgebremst, sehr zur Freude der Eiche und von uns
allen. |
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Etappe 4: NEPAL-STEG Sollten in Nepal wirklich solche
Brücken stehen, kann ich nur sagen: “Die spinnen die Nepalesen!”
Eine kleine Bau-anleitung für Interessenten: Man nehme ein 5 Meter
langes Holzbrett, binde ein paar Seile daran und hänge Sie an ein
vorher zu spannendes Drahtseil. Fertig! Die Bewältigungstechniken
der Bretter waren unterschiedlich. Während Corinne, voller Vertrauen
in die Sicherung, von Brett zu Brett hüpfte, vertrauten die Meisten
der Spagat-Technik. |
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Etappe 5: PENDEL-SWING KLEIN Mit einem Gewalts-Sprung ins Leere
wurden wir über die Aa gependelt. Unter uns das schäumende Wasser
des wilden Bergbaches, über uns die rauschenden Kronen der hier noch
gesunden Bäume und der blaue Engelberger Himmel. Was für ein
Spass! |
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Etappe 6: PENDEL-SWING GROSS Via
Strickleiter schön, fixiert durch einen Kameraden, geht’s 10
Meter in die Höhe. Hat man das geschafft, heissts raufklettern auf
ein kleines Holzstückchen. Spätestens hier bemerkt man, wie
hoch 10 Meter so sind. Ein kleiner Blick in die Tiefe, links stehen 9
Polyathletinnen und –athleten welche gespannt darauf spekulieren,
ob tatsächlich der Sprung nach unten gewagt wird, hinten steht Chregu,
unser Scout, welcher unseren Sturz im Normalfal bremsen sollte, und auf
jeder Seite stehen gefährlich nahe lauter Bäume, wie es im Wald
meistens so üblich ist. Trotz einiger Angstattaken haben tatsächlich
alle diese Disziplin gemeistert. |
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Etappe 7: OND TSCHÜSS Erholt vom Schock gabs jetzt ne
kleine Wanderung am Golfplatz vorbei in die Höhe. Der Weg war so
steil, dass wir sogar gesichert waren. Tatsächlich gings rechts von
uns gewaltsam in die Tiefe. Keine 10 Pferde sollten es schaffen uns Richtung
Abhang zu bewegen. Tja, weit gefehlt, vorne wartete Scout Chregu und meinte
wir sollen vor ihm auf ein Brett stehen. Das Problem war, dass unter dem
Brett nur 40 Meter Luft war. Jetzt sollten wir uns nach hinten lehnen
und langsam die Felswand herunter zu laufen. Nach 10 Meter gabs keinen
Fels mehr, aber bereits nach 40 Meter wieder jede Menge Boden. Ob jemand
gekniffen hat? Nö!!! |
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Das war's. Tatsächlich haben alle den Flying Fox souverän absolviert. An der guten Stimmung an, haben auch alle grossen Spass an den Disziplinen gehabt. Wer jetzt denkt, der Tag sei geloffen, der täuscht sich. Schiesslich ist es erst gegen ein Uhr mittag und die Bäuche begannen zu knurren. Aber erst nochmals ein Foto von den Heroes! |
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Auf uns warteten nun feine Bratwürste aus saftigem Kalbfleisch u.a. mit wohlschmeckendem Bärlauch. Pech war nur, dass im ganzen Kanton wegen dem trockenen Sommer kein Feuer im Freien gemacht werden durfte. So begnügten wir uns mit kalten Servelats und Landjägern, dazu gabs feinen Salat und Kuchen von unseren Starköchinnen. Nach diesem Essen ruhten wir uns ein bisschen aus, schliesslich stand noch eine harte Etappe auf dem Programm. Wir fanden auch noch ein idyllisches Plätzchen mit Wasserfall und einem Minisee, welcher zum Bade einlud. Nadine und Tsching nahmen die Einladung an, wir anderen hatte leider alle die Bodehosen im Auto vergessen und konnten das angenehm kühle Nass nicht geniessen. |
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Jetzt gingen wir zum Engelberger Bahnhof um die Mountain Bikes zu holen, welche schon auf uns warteten. Sehr zur Freude von Anita und Corinne wollte auch Simon die 30 Kilometer nach Stansstad per Velo zurücklegen, so konnten die Beiden per Cabrio ins Tal fahren. Passiert ist übrigens nichts, aber ohne Natel (es lebe die Technik) würden die Beiden wahrscheinlich noch heute beim Bahnhof in Stans warten, welcher doch einige Kilometer vom Bahnhof Stansstad entfernt ist. |
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Unter der Führung des wegkundigen Remo gings zuerst durch Engelberg und nachher in waghalsiger Fahrt steil herunter nach Grafenort. Es ist wirklich steil, die meisten mussten sich mit Krämpfen in den Unterarmen herumschlagen, was auf das starke Bremsen zurückzuführen ist. Auch das Hinterteil wurde, durch die zahlreichen Schläglöcher, arg in Mitleidenschaft gezogen. Unten heil angekommen wartete aber ein schöner geteerter Weg auf die 6 Velofahrer und ein weniger schöner warmer Gegenwind. Aber wir Motorisierten hatten einen Verpflegungsposten eingerichtet, so dass der Durst bei einer Pause gelöscht werden konnte bevors wieder rasant Richtung Stansstad ging, wo die Räder direkt im Bahnwaggon geparkt werden durften. |
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Der Tag ging zu Ende mit einem letzten grossen Getränk in einer Wirtschaft direkt am Viewaltstättersee. Ein Tag, der noch lange in unseren Köpfen bleiben wird als ein spannender Ausflug in einer wunderschönen Umgebung, der körperlich und physisch einiges abverlangte aber von A bis Z einfach nur Spass machte. Im nächsten Jahr haben wir schon besprochen, dass ein ähnlicher Ausflug mit Canyoning oder River Rafting sicher auch etwas wäre und die fliegenden Füchse wären sicher wieder dabei. Also immer schön bei uns reinsurfen, Stichwort SWIMMING FOX ! |